Wenn wir denken, dass wir denken. Teil 1

Gegenseitige Vorannahmen

Auch wenn wir gar nicht negativ gegenüber bestimmten Personengruppen eingestellt sind, erwarten wir doch bestimmte Eigenschaften oder Verhaltensweisen von ihnen. Wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden, sind wir überrascht oder irritiert und werten das als Ausnahme von der Regel.

Gar kein Problem? Naja – unsere Vorannahmen beeinflussen nicht nur unsere Wahrnehmung. Sie haben Folgen für unser Miteinander:

Eine nicht-sehende Person erlebt ihren Alltag durchaus nicht als „absolut dunkel“ – wie häufig von sehenden Menschen erst einmal angenommen wird.

Menschen mit einer Behinderung benötigen kein Mitleid, sondern gegebenenfalls Hilfsmittel und Assistenz.

So kommen blinde Menschen gut mit IT, E-Mail etc. zurecht. Inhalte und Seitentypen können sehr gut barrierefrei programmiert werden. PCs am Arbeitsplatz sind mit Sprachausgaben ausgestattet.

Auch ins Kino zu gehen funktioniert wunderbar – z.B. mittels einer App, die die Hörfassung zur Verfügung stellt.